Vita

Die Pianistin  Kyra Steckeweh  konzertiert als Kammermusikpartnerin, Liedbegleiterin und solistisch. Ihre oft unkonventionellen Programme finden bei Publikum und Presse großen Anklang.

Kyra Steckeweh befasst sich schon seit einigen Jahren mit der wenig bekannten Musik von Komponistinnen des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts. Dahinter steht die Motivation, den Blick auf die Musikgeschichte zu erweitern und nicht selten echtes Neuland zu betreten. Mittlerweile hat sich daraus ein vielschichtiger künstlerischer Schwerpunkt entwickelt.

Die Musik von Frauen als Teil des kulturellen Erbes wahrnehmbar zu machen, ist ein großer Ansporn für die rege Konzerttätigkeit der Pianistin. 2016 und 2018 erschienen ihre Einspielungen mit Klavierwerken von Mélanie Bonis, Lili Boulanger, Fanny Hensel und Emilie Mayer.

2018 realisierte sie gemeinsam mit dem Filmemacher Tim van Beveren den 95-minütigen Dokumentarfilm „Komponistinnen - eine filmische und musikalische Spurensuche“, der u.a. mit dem OPUS KLASSIK 2020 ausgezeichnet wurde.
Im Frühjahr 2020 spielte sie für „Deutschlandfunk Kultur“ Klavierwerke von Dora Pejačević, Sophie Westenholz und Ethel Smyth ein.

Im Rahmen einer Qualifikationsstelle an der Hochschule für Musik Freiburg konnte Kyra Steckeweh 2018/2019 ihre musikphilologischen Kompetenzen im Bereich der historisch-kritischen Notenedition erweitern, um auch bislang unveröffentlichte Werke zu edieren und als Pianistin aufführen zu können.

Kyra Steckeweh studierte Klavier und Instrumentalpädagogik bei Tomoko Ogasawara an der Hochschule für Musik Freiburg, sowie an der Universität Mozarteum in Salzburg bei Prof. George Kern, außerdem die Fächer Schulmusik und Geschichte in Freiburg.
 

 

DUO

Im Frühjahr 2012 gründeten die Mezzosopranistin Hanna Roos und die Pianistin Kyra Steckeweh ein Duo um sich vermehrt der Gattung Lied widmen zu können.

September 2012 gaben sie ihr Debüt mit dem Liederabend Balladen - mit und ohne Worte. Dabei betrachteten sie die Gattung Ballade aus zwei Perspektiven: als Vertonung von literarischen Vorlagen für Gesang und Klavier und als reine Instrumentalmusik für Klavier solo.

2014 erarbeiteten sie das Programm Nuits d´Été | Sommernächte mit Werken ausschließlich französischer Komponisten. Hiermit waren sie den Sommer über auf verschiedenen deutschen Bühnen zu hören.

2015/16 gab das Duo Liederabende mit dem Titel Jugendstil. In Liedern von Alban Berg, Alma Schindler-Mahler, Richard Strauss und in Klavierwerken Mel Bonis erscheinen die typischen Themen dieser Epoche: Natur und Mystik, Schönes und Abgründiges finden Wiederhall in den Werken der Komponist_innen.

Programm 2017/2018: ANDERSWO Wünschen, Erahnen, Hoffen, Bereuen, Fürchten, Erinnern, Sehnen... In Gedanken die Gegenwart zu verlassen ist eine der herausragenden Fähigkeiten des Menschen. Je nachdem wo die Gedankenreise hingeht, erwachsen daraus unterschiedliche Gefühlslagen, die seit Jahrhunderten kreative Impulse für Dichter_innen und Komponist_innen liefern. Die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen kennt in den Liedern von Franz Schubert, Lili Boulanger, Rebecca Clarke, Wolfgang Rihm, Judith Weir, Martin Brenne und Barbara Heller scheinbar keine Grenzen und dennoch treffen sie sich alle in einem gedanklichen Anderswo.

Mit ihrem neuen Programm Dialoge werden sie ab der Saison 2022/23 zu hören sein.